Spritzwerk
Innovation wird bei uns GROSS geschrieben. Dies zeigt sich darin, dass immer wieder neue Ideen geprüft, Prozesse analysiert und angepasst werden, sofern notwendig oder Verbesserungspotenzial daraus entsteht. Im Vordergrund steht dabei immer, dass ökologisch und umweltbewusst gearbeitet wird.
Unter diesen Zielsetzungen wurde 2015 unser Neubau fürs Carrosserie und Spritzwerk in Biel-Benken geplant. Realisiert wurde dabei ein hochmoderner CO2 neutraler Bau!
Wir arbeiten umweltfreundlich und Energieeffizient

Bei der Planung unseres Spritzwerkes war es für uns enorm wichtig, im Sinne der Umwelt, Energieeinsparungen durch Wärmerückgewinnung zu realisieren und dies nicht nur bei der Lackierkabine sondern auch bei den Arbeitsplätzen. Die Lackierkabine, die Trocknungskabine und alle Vorbereitungsplätze sind mit einer Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet. Die Luftmenge und die dafür notwendige Heizleistung sind so ausgelegt, dass unter minimalstem Energieaufwand (Heizkosten und elektrischer Strom) optimalste Arbeitsbedingungen herrschen.
Das einzigartigen Filtersystem bindet sämtliche belastenden Stoffe, nutzt die im Overspray vorhandene Wärmemenge und schont so Mensch und Umwelt. Die Anlage benötigt weder Frischluftzufuhr noch führt sie umweltbelastende Stoffe ins Freie. Bei den Farben verwenden wir nur noch Ökoeffiziente Lack-Produkte auf Wasserbasis von der Firma R-M.
Wir wissen was wir der Umwelt schuldig d.h wir wollen sie nicht noch unnötig belasten!
Unsere Dienstleistungen
- Reparatur- und Ganzlackierungen
- Spezial- und Effektlackierungen
- Park- und Lackschäden
- Smart – Repair Technik
- Felgenlackierung

Perfektes Farbtonmanagement
Pro Jahr entstehen auf dem Automobilsektor mehr als 1000 neue Farbtöne. Wir treffen immer den richtigen Ton! Dank unserer computergesteuerten Lackmischanlage von R-M. Sie verfügt über die codierten Farbnummern aller weltweit gefahrenen Autos und kann so per Knopfdruck über 30’000 verschiedene Farbtöne erzeugen.
Das Cloud basierenden Mischsystem Refinity und die AGILIS® Lacklinie mit höchster Ökoeffizienz bringen uns an die Spitze des Technologiestandards!
Daten vs. Klimawandel: BASF zeigt Wege zur CO₂-Reduktion
Erstellt: Juni 2025 / Von Heinz Schneider (Text) und Irene Schneider (Fotos)
Im Innovationszentrum «Nest» der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) in Dübendorf trifft sich die Branche, die meist mit glänzendem Lack, nicht aber mit grünen Themen assoziiert wird. Rund 60 Gäste folgen der Einladung der BASF Coatings Services AG zum Event «Eco Repair Motion». Der Titel klingt nach Zukunftsversprechen, der Ort nach Fortschritt im Praxistest. Es geht um mehr als Absichtserklärungen – der Event will Antworten liefern: Wie kann Nachhaltigkeit im Werkstattalltag tatsächlich aussehen?
Alexander Bru, Geschäftsführer von BASF Coatings Services, eröffnet mit einem klaren Fokus: Umwelt und Technologie. Zwei Stichworte, die auch im Tagesprogramm das Sagen haben. BASF selbst ist mit global 112 000 Mitarbeitenden kein Leichtgewicht – und gerade deshalb unter Druck, beim CO₂-Ausstoss Zeichen zu setzen. Netto-Null bis 2050, minus 25 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2018. Klingt nach Vorstandsrhetorik, doch Rahel Reichmann von «BASF Coatings» formuliert es bodenständig: «Wenn wir es nicht schaffen, dann schafft es keiner.» Ihre Präsentation setzt auf Werkstattnähe statt Chemie-Vision: geschlossene Materialkreisläufe, erneuerbare Energie, fossilfreie Prozesse.
Ein Beispiel aus dem Labor, das inzwischen serienreif ist: «Nova Flex Shark Skin» – eine Folie, die sich die Struktur von Haifischhaut zunutze macht. Das Prinzip: Weniger Luftwiderstand, mehr Effizienz – entwickelt für die Luftfahrt. Dies zeigt, dass die «BASF Coatings GmbH» auch in anderen Branchen innovativ und nachhaltig orientiert ist.
Doch Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – beim Trocknen, beim Lüften, beim Heizen. Und bei Produkten wie dem wasserbasierten Lack «Reihe 100», der schneller trocknet, weniger Energie braucht und tiefere VOC-Werte aufweist. Laut BASF spart ein grösserer Betrieb mit «Reihe 100» jährlich bis zu 11 000 Franken. Doch Zahlen allein machen noch kein Umdenken – dafür braucht es Vernetzung.
Hier setzt das «Eco Impact Assessment Tool» an, eine digitale Plattform zur Analyse ökologischer und ökonomischer Faktoren im Werkstattbetrieb. Entwickelt von BASF und Glasurit, nun im Vorreiterland Schweiz im Einsatz. Aktueller Stand hierzulande: Bislang zwanzig Betriebe sammeln Daten, vergleichen sich, lernen voneinander. 150 Fragen liefern die Basis – Energieverbrauch, Lackierprozesse, Abfallmanagement.
In Dübendorf diskutieren die ersten Teilnehmer auf der Bühne – Christine Köpping und Timo Hofer moderieren, während Alice Tognetti, Fabian Hänggi und Rosario Falcone aus der Werkstattpraxis berichten. Tognetti betont die Rolle der Teamleiter, die Nachhaltigkeit glaubwürdig ins Team tragen. Ihre Firma hat den Gesamtverbrauch um 16 Prozent gesenkt. Hänggi, dessen Betrieb nur noch E-Fahrzeuge baut, sieht im Vergleich mit anderen Betrieben eine echte Chance zur Weiterentwicklung.
Rosario Falcone beschreibt den Aha-Moment der eigenen CO₂-Bilanzierung:
Optimierungspotenziale werden sichtbar, Mitarbeiterschulungen zeigen Wirkung – wenn auch nicht immer nachhaltig genug. Der Klassiker: Licht brennt, obwohl keiner mehr im Raum ist.
Falcone hat sich zudem auch ein kleines Recyclingnetzwerk aufgebaut – Verpackungen und Kunststoffe gehen nicht mehr auf die Deponie, sondern in die Wiederverwertung. Früher füllte sein Betrieb vier Container Karton im Monat. Jetzt: fast null. Kleiner Hebel, grosse Wirkung.

Pragmatisch nähert sich auch Tony Tulliani vom HCG Schadenmanagement dem Thema: Reparieren statt ersetzen – ein uralter Grundsatz, neu aufgeladen mit Nachhaltigkeitswert. In seinen Beispielen liegen die Einsparungen bei rund 30 Prozent. Eine Seitenwand – repariert, nicht ersetzt – senkt die Kosten von 11‘853 auf 7‘779 Franken. Was fehlt, ist die CO₂-Bilanz dazu. Ein Vergleich der Emissionen – Produktion vs. Reparatur – würde den ökologischen Wert hinter den Zahlen noch klarer machen.
Abgerundet wird der Tag mit einem kurzen Blick auf das neue Klima- und Innovationsgesetz, das seit Januar 2025 gilt. Rahel Liechti (ACT Cleantech) und Ina Walthert (AMAG) informieren über den Branchenfahrplan für Carrosserie- und Lackierbetriebe – verbindlich, aber offen genug, um weiter gedacht zu werden. Schliesslich dient er nicht nur als Leitfaden zur Dekarbonisierung, sondern er bietet auch eine typische Emissionsverteilung und schlägt konkrete Massnahmen vor.
Was bleibt, ist der Eindruck eines Events, der nicht nur von Nachhaltigkeit spricht, sondern sie konkret macht – mit Werkzeugen, Beispielen, Zahlen. Und dem Versuch, das Thema in den Werkstätten vom Rand ins Zentrum zu rücken.


